Ist das Thema „Wohnen im Alter“ wirklich Tabu?

Die immer älterwerdenden Menschendenken erstaunlicherweise höchst selten darüber nach, wie und wo sie ab dem 65. Lebensjahr, nach dem Eintritt ins Rentenalter, oder im Pflegefall wohnen werden. Geschweige, dass sie sich um das Thema ernsthaft kümmern.               

Sie haben ja ihre Wohnung, ihr Häuschen im Grünen, oder gar eine kleine Residenz im Villenviertel. Aber Ignoranz kann bitter werden. Hat nicht schon der ehem. russische Präsident Michel Gorbatschow gleich nach der Wende gesagt: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!“

Das statistische Bundesamt Wiesbaden stellt fest, dass in Deutschland seit 2015 jährlich rund 150.000 Neubau-Wohnungen fehlen und das wird auf Jahre so bleiben.

Die Gründe liegen auf der Hand:

Die Politik hat z.Zt. ganz andere Sorgen, wie zB. den Klimawandel, die Luft- und Wasserverschmutzung, die internationale Krise zwischen den USA und dem Iran, dem schwellenden Terrorismus und nicht zuletzt den nicht endenden Zulauf von Flüchtlingen und Migranten aus dem Nahen Osten und Afrika. Da bleibt kaum Zeit sich um das Thema „Wohnen im Alter“ zu kümmern.

Ein weiterer Grund: Der Bauwirtschaft fehlen, während ihnen die Baukosten davonlaufen, bezahlbare Grundstücke. Somit ist das Thema „Wohnen im Alter“, zumal auch noch komplex, weder ein Thema, geschweige denn ein Geschäft.

Und Drittens scheint bedarfsgerechtes, bezahlbares Wohnen auch die Medien nicht sonderlich zu interessieren. Anscheinend ist das Thema fast tabu! Wer bleibt da wohl auf der Strecke?

Die immer älterwerdenden Menschen.

, ,
Vorheriger Beitrag
Das Methusalem Komplott
Nächster Beitrag
Wie wohnt die Nachkriegsgeneration Gestern und Heute?

Ähnliche Beiträge

Menü